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| Segelfliegen |
Das Höhenruder
Das Höhenruder
befindet sich am Ende des Höhenleitwerkes. Wird es nach
unten gedrückt, entsteht ein Auftrieb am Höhenleitwerk, das
Flugzeug reagiert mit einer Drehung um die Querachse (Nase
nach unten, Schwanz nach oben).
Wird das Höhenruder
gezogen, entsteht ein Abtrieb am Höhenleitwerk, der den
Schwanz nach unten zieht und die Nase anhebt.
Die Bewegung der Nase
nach unten bewirkt, daß das Segelflugzeug auf einer
steileren Bahn nach unten gleitet. Es wird schneller,
verliert aber auch schneller an Höhe. Dementsprechend führt
ein Anheben der Nase zu einer Geschwindigkeitsabnahme und zu
einem, wenn auch kurzfristigen, Höhengewinn.
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Das Seitenruder
Das Seitenruder
befindet sich hinten am Seitenleitwerk des Flugzeuges. Es
wird mit den Pedalen nach links oder rechts ausgelenkt. Das
Seitenleitwerk dient dazu, das Flugzeug um die Hochachse zu
drehen (Gieren). Eine Auslenkung nach links bewirkt einen
Unterdruck auf der rechten Seite des Seitenleitwerks, und
die Flugzeugnase dreht sich nach links. Eine Rechtsdrehung
wird genau umgekehrt ausgeführt.
Allerdings
reicht das Seitenruder allein nicht für einen sauberen
Kurvenflug. Ähnlich wie ein Fahrrad muß sich auch ein
Segelflugzeug "in die Kurve legen", um nicht aus der Kurve
herausgetragen zu werden. Zu diesem Zweck gibt es noch zwei
weitere Ruder - die Querruder.
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Die Querruder
Die Querlage
des Flugzeugs wird mit den Querrudern gesteuert. Sie
befinden sich am äußeren Ende der Tragflächen und werden wie
das Höhenruder mit dem Steuerknüppel bewegt. Bewegt man den
Knüppel nach rechts, so wird das rechte Querruder nach oben
und das linke Querruder nach unten ausgelenkt. Dadurch wird
rechts Abtrieb und links Auftrieb erzeugt. Die rechte Fläche
senkt sich, und die linke Fläche hebt sich. Genauso
umgekehrt. Diese Drehung um die Längsachse wird "Rollen"
genannt.
Ein sauberer Kurvenflug kann
weder mit den Querrudern noch mit dem Seitenruder allein
durchgeführt werden. Man muß immer beide Ruder koordiniert
betätigen.
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Die Brems- / Störklappen
Um den
Gleitwinkel eines Segelflugzeuges beim Endanflug steuern zu
können, kann der Pilot Bremsklappen (oder auch Störklappen)
betätigen. Sie fahren aus den Tragflächen senkrecht zur
Luftströmung aus. Dadurch erhöht sich zum einen der
Luftwiderstand des Flugzeugs, zum anderen wird der von den
Tragflächen erzeugte Auftrieb verringert und die
Gleiteigenschaft des Flugzeugs damit verschlechtert. Die
Wirkung der Bremsklappen ist umso größer, je stärker sie
ausgefahren werden. |
Die Wölbklappen
Die Wölbklappen
befinden sich am hinteren Ende des Tragflügelprofils. Sie
dienen dazu, das Profil der Tragflächen an unterschiedliche
Fluganforderungen anzupassen. Beim Schnellflug braucht man
zum Beispiel einen möglichst geringen Luftwiderstand,
wohingegen beim Landen eine größere Autriebserhöhung
(langsameres Sinken) und ein größerer Widerstand
(Fahrtminderung) von Vorteil ist. |
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