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Segelfliegen in Omarama/NZ, Dezember 2009
Bericht Jens Kraitzek

Wer als Segelflieger auf der Südinsel Neuseelands unterwegs ist, muss natürlich einen Zwischenstop in Omarama einlegen.

Omarama ist das Segelflugzentrum auf der Südinsel und war schon Ausrichter einer Segelflug-Weltmeisterschaft und des Gliding Grand Prix.

Omarama ist eine kleine Ortschaft mit etwas 250 Einwohnern an der Kreuzung der State Highways 8 und 83. Neben dem Flugplatz gibt es im Ort zwei Tankstellen, einen Supermarkt, mehrere Motels und einen Pub sowie einige Häuser, sonst nichts.
Auf dem Flugplatz sind zwei kommerziell arbeitenden Unternehmen „SouthernSoaring“ und „GlideOmarama“ beheimatet.

Schon vor Beginn der Reise hatte ich mit Gavin Wills von GlideOmarama Kontakt aufgenommen und einen Flug im Duo Discus reserviert.

Nachdem ich gegen Mittag auf dem Flugplatz angekommen war, wurde ich von meinem Instructor Lemmy Tanner empfangen. Die Wettervorhersage für diesen Tag war gut und nach Erledigung des Papierkrams ging es dann auch gleich zum Flieger, der schon auf der Bahn bereitstand.
Der Start erfolgte im F-Schlepp hinter einer GA200 Fatman. Gleich nach dem Ausklinken stiegen wir in der Thermik auf 1500 m und flogen dann nordwestlich weiter Richtung Lake Hawea und den Südalpen. Die Landschaft hier ist atemberaubend schön. Im Hangflug ging es nun nordöstlich Richtung Mount Cook. Leider sank die Wolkenbasis immer weiter ab, so dass wir auf Höhe des Lake Pukaki Richtung Südwest abdrehten. Die Wolkenbasis stieg dort auch wieder an und wir konnten thermisch bis auf 2500 m steigen.von wo aus wir einen tollen Blick auf den Mount Cook genießen durften. Wir hatten nun genügend Höhenreserve um gemütlich Richtung Omarama zurückzugleiten wo wir nach 02h40min Flugzeit wieder landeten.

Es war ein entspannter „Sightseeing“-Flug in super Landschaft und Lemmy erwies sich als toller Begleiter. Als Gastpilot erhielt ich den kompletten Service von GlideOmarama. Das Flugzeug stand voll ausgerüstet abflugbereit am Startplatz. Nach der Landung wird es von den „Heinzelmännchen“ aus der Bahn geschoben und abends in den Hangar gebracht, der Gast muss sich um nichts kümmern. Dieser Service hat natürlich seinen Preis, das traumhafte Flugerlebnis war es aber wert und für einen Vereinspiloten auch mal eine ganz angenehme Erfahrung.