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| Die
Instrumente eines Segelflugzeugs |
Der
Höhenmesser
Der Höhenmesser ist im
Grunde genommen nichts anderes als ein Barometer. Da der
statische Luftdruck mit zunehmender Höhe abnimmt
(barometrische Höhenformel), kann man ihn als Maß für die
Höhe benutzen. Der lange Zeiger zeigt die Höhe in Metern an,
der kurze Zeiger in Kilometern, ähnlich wie bei einer Uhr.
Da sich der Luftdruck an einem Ort im Laufe der Zeit
aufgrund des Wettergeschehens ändert, muß der Pilot den
Höhenmesser vor dem Start nachstellen. Dieses geschieht mit
einer Nachstellschraube, welche die angezeigte Höhe
verändert. Stellt man den Höhenmesser auf Null Meter, dann
wird in dem kleinen Schaufenster der aktuelle Luftdruck in
Millibar am Boden angezeigt (Fachjargon: QFE-Wert). Stellt
man dahingegen den Höhenmesser auf die Flugplatzhöhe über
Meereshöhe, so wird im Schaufenster der entsprechende
Luftdruck auf Meeresspiegelniveau angezeigt (QNH-Wert).
Andererseits kann man auch während des Fluges über Funk den
aktuellen QNH-Wert von Flugplätzen erfragen und in dem
Schaufenster einstellen; der Höhenmesser zeigt dann die
momentane Flughöhe über dem Meeresspiegel an. Dieses ist von
Nutzen, wenn sich der Luftdruck am Boden während des Fluges
geändert hat (z.B. beim Flug in ein Tiefdruckgebiet oder
beim Durchzug einer Front) und der Höhenmesser mit den
ursprünglich eingestellten Werten eine falsche Höhe anzeigen
würde.
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Der
Fahrtmesser
Der Fahrtmesser
zeigt die Fluggeschwindigkeit relativ zur Umgebungsluft in
km/h an.
Dies bedeutet,
daß bei Gegenwind die Geschwindigkeit des Flugzeuges über
Grund geringer (Geschwindigkeit - Gegenwind) ist, als es der
Fahrtmesser anzeigt. Bei Rückenwind fliegt das Flugzeug
schneller, als es der Fahrtmesser anzeigt (Geschwindigkeit +
Rückenwind)
Die
Farbmarkierungen kennzeichnen die Geschwindigkeitsbereiche
des jeweiligen Segelflugzeuges.
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Unterhalb Grün:
Mindestflugeschwindigkeit ist unterschritten, dies macht
sich durch Vibration am Hohenleitwerk bemerkbar.
-
Grün:
Sichere Geschwindigkeit, das Segelflugzeug ist auch bei
Böigkeit ohne Beschränkung voll manövrierfähig.
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Gelb:
Vorsicht! Nur Flug in ruhiger Luft erlaubt. Keine harten
Steuerbewegungen und kein hartes Abfangen.
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Rot:
Größte zulässige Höchstgeschwindigkeit. Sie darf auf
keinen Fall überschritten werden!
- Die
weiße
Markierung
gibt die
empfohlene Geschwindigkeit für den Landeanflug an.
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Das
Variometer
Das Variometer zeigt
die Steig- oder Sinkgeschwindigkeit (in m/s) des
Segelflugzeuges an.
Elektonische
Variometer können die angezeigten Steigwerte auch akustisch
ausgeben, so daß der Pilot sich beim Thermikfliegen voll und
ganz auf die Beobachtung des Luftraums konzentrieren kann.
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Das
Funkgerät
Das Funkgerät
dient der Kommunikation zwischen Flugzeugen untereinander
und mit Bodenfunkstellen. Es arbeitet als
Wechselsprechanlage, läßt also Hören und Sprechen nur
hintereinander und nicht gleichzeitig zu. Ohne Funk gäbe es
zumindest im kontrollierten Luftraum schon längst keine
Sichtflugmöglichkeit mehr.
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Der
Beschleunigungsmesser
Der
Beschleunigungsmesser (g-Messer) zeigt die Maximalwerte der
auf den Piloten einwirkenden g-Kräfte an. Der g-Messer zeigt
positive und negative Beschleunigungswerte an. Die
Bezeichnungen "positiv" bzw. "negativ" beziehen sich dabei
auf die Beschleunigung, die der Pilot zu ertragen hat:
Drückt´s ihn in den Sitz, war die Beschleunigung positiv,
hebt´s ihn aus dem Sitz, hängt er in den Gurten, war sie
negativ.
Der
Beschleunigungsmesser wird vor allem beim Kunstflug
benötigt. Die Beschleunigungen können dabei bei einzelnen
Figuren kurzzeitig bis auf das fünffache der normalen
Erdbeschleunigung ansteigen.
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Das
Segelfluginformationszentrum
Moderne
Segelflugzeuge verfügen über ein
Segelfluginformationszentrum mit integriertem GPS-Empfänger,
Vario, Sollfahrtgeber, Strecken- und
Endanflugrechnerfunktion. Dank GPS ermittelt der Rechner die
Windrichtung und -stärke, wodurch die Höhe für den Endanflug
exakt bestimmt werden kann.
In modernen
Endanflugrechnern ist eine umfangreiche Datenbank mit den
Koordinaten von Flugplätzen, Wendepunkten und Kontrollzonen
integriert.
Das GPS (Global
Positioning System) ist ein satellitengestütztes
Navigationssystem zur Positionsbestimmung. 24 Satelliten,
die in 19000 km Höhe die Erde umkreisen, senden Tag und
Nacht Signale aus, die der GPS-Empfänger in Positionsdaten
(Höhe, Länge- und Breitekoordinaten) umwandelt.
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| Das Kollisionswarngerät FLARM
Seit 2005 sind alle unsere
Vereinsflugzeuge mit einem auf GPS gestützten
Kollisionswarngerät ausgerüstet. Es ermöglicht eine Warnung
von sich in der Nähe befindlichen anderen Luftfahrzeugen ab
Entfernungen von < ca. 1000 Metern. Allerdings werden nur
solche Flugzeuge signalisiert, die ebenfalls mit einem
solchen Gerät ausgerüstet sind. Es erfolgt eine optische
Darstellung auf einem ähnlich einer Kompassrose ausgeführten
Rundinstrument, in dem die Position der Richtung des anderen
Flugzeuges zur eigenen Flugrichtung mit roten Leuchtdioden
angezeigt wird. Bezüglich der Flughöhe des anderen
Luftfahrzeuges wird zwischen tiefer, gleichhoch oder höher
zur eigenen Flughöhe unterschieden. Ab Entfernungen unter
ca. 400 Metern ertönt zusätzlich ein akustisches Warnsignal.
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Der
Faden
Ein einfaches aber
feines Instrument zum sauberen Fliegen ist ein dünner
Wollfaden, der auf der Cockpithaube im freien Luftstrom
angebracht ist. Zeigt er in Richtung Rumpflängsachse nach
hinten, so fliegt man sauber, weicht er nach links oder
rechts aus, wird das Flugzeug seitlich angeblasen und
schiebt. |
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